Was ist eigentlich (Pferde-)Osteopathie? 

Osteopathie leitet sich von "Osteon" = Knochen und "Pathos" = Leiden ab. 

Sie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der die Diagnostik und Behandlung manuell (mit den Händen) erfolgt. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt das Tier in seiner Gesamtheit. Dessen Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen.

Die Osteopathie ist eine Therapie, die bei Pferden zur Vorsorge von Krankheitsgeschehen eingesetzt werden kann, aber auch zur Behandlung von akuten Einschränkungen des Bewegungsapparates und bei chronischen Erkrankungen.



In welchen Bereichen der Osteopathie bin ich tätig?

Strukturelle Osteopathie

Dabei liegt die Behandlung schwerpunktmäßig auf der Befundung von Gelenken, Knochen, Muskeln mit ihren Sehnen, Bändern und Faszien. Durch gezielte, meist isolierte Behandlungsgriffe werden Läsionen im Bewegungsapparat gelöst um eine physiologische Bewegung des Körpers (wieder) herzustellen. 

Cranio-Sacrale Osteopathie

Schädel und Kreuzbein stehen über die Dura (bindegewebige Rückenmarkshülle) in direkter Verbindung und gelten somit gemeinsam mit dem Liquor (Gehirn- bzw.  Rückenmarksflüssigkeit) als funktionelle Einheit.  Es handelt sich um eine sehr sanfte Technik zur Wiedererlangung der Beweglichkeit aller Schädelknochen, des Sakrums sowie zur Mobilisation der Dura. 
 

Diese setze ich begleitend zum Beispiel zum Lösen von Spannungen bei der Diaphragmenarbeit mit ein. 

Fasziale Osteopathie 

Faszien sind hauchdünne bindegewebige Häute. Sie umhüllen und verbinden Muskeln, Knochen, Organe, Nerven und Gefäße und grenzen die Strukturen somit zum einen voneinander ab und ermöglichen zum anderen eine reibungslose Verschieblichkeit und Bewegung aller Strukturen gegeneinander.

Diese spielt in beide bereits genannten Bereiche hinein.  

Unterstützend setze ich ein:


Dry Needling

Wörtlich Übersetzt heißt Dry Needling "Trockenes Nadeln" , was bedeutet dass keine Injektionsflüssigkeiten eingesetzt werden.
 
Dry Needling ist eine Behandlungsmethode, mit der man vor allen Schmerz sowie Verspannungen in den Muskeln lindern kann und auch indirekt Einfluss auf die umliegenden Geweben wie Faszien, Bändern und Sehnen hat.
Es ist eine direkte Therapie von Triggerpunkten in der Skelettmuskulatur unter Anwendung von Akupunkturnadeln. 

Novafon Behandlung

Das Novafon ist ein Schallwellengerät, welches Vibrationen in verschiedenen Frequenzen und Intensitäten erzeugt. 
Es kommt beispielsweise zur Schmerzlinderung von akuten und chronischen Muskel-, Gelenk- und Sehnenerkrankungen zum Einsatz. Außerdem zur Unterbrechung nozizeptiver und neuropathischer Schmerzweiterleitung, in der Triggerpunktbehandlung oder zum Beispiel zur Stimulation des propriozeptiven Systems zur verbesserten motorischen Kontrolle. 


Dorn-Therapie

Sie dient der sanften Behandlung von Wirbel- und Gelenkblockaden. Bei Ihr geht es um die Wiederherstellung der Symmetrie und Statik sowie das Beheben von Fehlstellungen des Skeletts. 

Was ist Dry Needling?

Wörtlich Übersetzt heißt Dry Needling "Trockenes Nadeln" , was bedeutet das keine Injektionsflüssigkeiten eingesetzt werden.
 
Dry Needling ist eine Behandlungsmethode, mit der man vor allen Schmerz sowie Verspannungen in den Muskeln lindern kann und auch indirekt Einfluss auf die umliegenden Geweben wie Faszien, Bändern und Sehnen hat.
Es ist eine direkte Therapie von Triggerpunkten in der Skelettmuskulatur unter Anwendung von Akupunkturnadeln. 


Indikationen sowie Kontraindikationen

 

Indikationen 

  • Bewegungseinschränkungen
  • Widersetzlichkeit z.B. gegen Hand oder Schenkel des Reiters, Buckeln oder Steigen
  • Taktunreinheiten
  • Steifheit (beim Reiten oder Longieren)
  • Probleme bei Stellung und Biegung
  • Verwerfen im Genick
  • Rittigkeitsprobleme, 
  • Probleme bei der Lastaufnahme, Versammlung oder bei Seitengängen
  • Abgeschlagenheit
  • Leistungsabfall
  • nach Unfällen/Traumata
  • bei Schmerzverhalten 
  • Verweigern am Hindernis, für das keine andere Ursache ermittelt werden kann
  • nach Schwergeburten
  • Anzeichen von Schmerz vor, während oder nach der Arbeit
  • Probleme beim Hufe aufnehmen
  • im Zuge einer Rehabilitation, zum Beispiel nach einer Operation oder Verletzung
  • Rückenprobleme 
  • schief getragener Schweif 
  • Heaksheaking, Zähneknirschen, Zungenfehler, ...
  • zur Prophylaxe 


Kontraindikationen

  • frische Wunden
  • Fissuren & Knochenfrakturen
  • Fieber
  • Trächtigkeit
  • ungeklärte Lahmheiten, welche über Taktfehler usw. hinausgehen (Hier muss vorher eine Abklärung durch einen Tierarzt erfolgen) 
  • entzündliche Prozesse


 

Wie läuft eine Behandlung bei mir ab?

 

Bei meinem ersten Besuch möchte ich dein Pferd kennenlernen. Ich interessiere mich für seine Vorgeschichte, akute Probleme und für die Auffälligkeiten, die du festgestellt hast. Gerne kannst du mir hierzu vorab bereits den Anamnesebogen ausfüllen und zusenden. 


Danach folgt eine ausführliche Befundung inklusive Ganganalyse. Das Pferd wird abgetastet, Muskeln und Gelenke auf Bewegungseinschränkungen getestet und das Pferd im Schritt (sowie ggf. im Trab) vorgeführt. 


Die Behandlung startet mit einer sanften Massage/Faszienbehandlung - Dein Pferd beginnt sich zu entspannen.


Während der Massage lösen sich Verspannungen und leichte Blockaden. Viele Pferde äußern ihr Wohlbefinden durch kauen, lecken, schnauben oder gähnen.


Nach der Lockerung der Muskulatur mobilisiere ich Gelenke und löse mit gezielten Griffen die noch vorhandenen Blockaden.

Im Anschluss kann eine Dry Needling Behandlung folgen, bei der weitere Verspannungen gelöst werden. 

Zwischenzeitlich schaue ich mir dein Pferd mehrmals in der Bewegung an und es darf seine veränderte Beweglichkeit selbst erfühlen. 


Nach der Behandlung bespreche ich mit dir den weiteren Therapie- und Trainingsplan. 

Auf Wunsch schaue ich mir auch gern euren Sattel auf Passgenauigkeit an. Außerdem stehe ich auch gerne für Absprachen mit deinem Tierarzt, Sattler oder Hufschmied zur Verfügung.


Dauer ca. 1 bis 2h 

Welche Behandlungstechniken setze ich ein?

Ich arbeite mit direkten und indirekten Techniken. Hierbei entscheide ich individuell, welche Techniken ich anwende. Meine Philosophie besteht darin zunächst so sanft wie möglich zu arbeiten und alle betroffenen Strukturen vorzubereiten. Über indirekte (sanfte) Techniken, lassen sich viele Läsionen (Blockaden) bereits lösen, ggf. arbeite ich mit direkten Techniken nach, wenn dies nötig ist. 
Hierfür nutze ich selbstverständlich auch physiotherapeutische Techniken, denn diese bilden die Grundlage der Osteopathie. 

Funktionelle Techniken

z.B. Massage & Dehnung

Faszientechniken

Rhythmische Techniken 

Techniken der Muskelenergie

Cranio-sakrale Techniken 


z.B. Diaphragmen Arbeit

Was kannst du vor/nach einer Behandlung tun

Vorbereitung:
Als Pferdebesitzer kannst du viel zum Gelingen einer Behandlung beitragen und für optimale Behandlungsbedingungen sorgen:

  • dein Pferd sollte geputzt, trocken und satt sein
  • Für die Behandlung ist ein ruhiger Platz  geeignet, welcher wettergeschützt ist und und bei Dunkelheit ausreichend beleuchtet ist
  • Benötigt dein Pferd Gesellschaft, um sich zu entspannen? Dann sollte ein guter Kumpel in der Nähe stehen
  • In den Wintermonaten, bei besonders kühlen Außentemperaturen, könntest du dein Pferd vorab eindecken, um die Muskulatur etwas vorzuwärmen
  • bitte bewege (arbeite) dein Pferd NICHT vor der Behandlung (Spricht etwas dagegen, so besprich dies bitte vorab unbedingt mit mir) 


Nach der Behandlung:

  • Plane bitte zirka 15min Zeit ein, um dein Pferd im Anschluss an die Behandlung im Schritt zu führen
  • 2 Tage sollte dein Pferd mindestens nicht geritten werden (Details besprechen wir am Ende der Behandlung)
  • dein Pferd sollte jedoch in den nächsten 2 Tagen nicht "stehen". Spaziergänge, lockere Longenarbeit, Mitnahme als Handpferd im Gelände wären hier gute Optionen. Außerdem sollte es die Möglichkeit auf Paddock/Koppel haben sich selbst zu bewegen.