Osteopathische Behandlung für Pferde 

Du merkst, dass dein Pferd sich verändert hat?


Vielleicht läuft es nicht mehr ganz losgelassen, wird schiefer, hält sich im Rücken fest, zeigt Taktunreinheiten, reagiert empfindlicher beim Putzen oder fühlt sich beim Reiten einfach nicht mehr so an wie gewohnt.

Nicht immer ist sofort eindeutig zu erkennen, wo das Problem liegt. Manchmal zeigt sich eine körperliche Einschränkung nicht durch eine klare Lahmheit, sondern durch kleine Veränderungen im Bewegungsablauf, in der Muskulatur, in der Rittigkeit oder im Verhalten.

Ich behandle Pferde osteopathisch und manuell mit einem ganzheitlichen Blick. Dabei schaue ich nicht nur auf eine einzelne Auffälligkeit, sondern auf das gesamte Pferd: Haltung, Bewegung, Muskulatur, Training, Nutzung, Vorgeschichte und das, was dir als Besitzer im Alltag auffällt. 

 Wann kann eine Behandlung sinnvoll sein? 

Eine Behandlung kann sinnvoll sein, wenn dein Pferd sich nicht mehr frei, gleichmäßig oder harmonisch bewegt.

Häufige Gründe für eine Behandlung sind zum Beispiel:

  • Taktunreinheiten oder ein verändertes Gangbild
  • Rittigkeitsprobleme oder zunehmende Schiefe
  • Rückenprobleme oder Verspannungen
  • Bewegungseinschränkungen 
  • Berührungsempfindlichkeit beim Putzen, Satteln oder Gurten
  • Probleme in Stellung, Biegung oder Losgelassenheit
  • Probleme bei der Lastaufnahme, Versammlung oder bei Seitengängen
  • Abgeschlagenheit 
  • Widersetzlichkeiten, die körperlich mitbedingt sein können
  • Leistungsabfall oder veränderte Bewegungsfreude
  • Schonhaltungen nach Stürzen, Ausrutschen oder Verletzungen
  • begleitend in der Rehabilitation
  • zur regelmäßigen Kontrolle und Prävention


Mir ist wichtig, solche Veränderungen ernst zu nehmen, ohne vorschnell zu urteilen. Nicht jedes Verhalten ist „Ungehorsam“ und nicht jede Auffälligkeit hat nur eine einzige Ursache. Deshalb schaue ich mir dein Pferd möglichst im Zusammenhang an.

 Ganzheitlich bedeutet: nicht nur an einer Stelle schauen 

Wenn ein Pferd zum Beispiel im Rücken festhält, kann die Ursache nicht nur im Rücken selbst liegen. Auch Becken, Gliedmaßen, Hals, Kiefer, Narben, Training, Hufbearbeitung, Ausrüstung oder frühere Verletzungen können Einfluss auf den Körper haben.

Deshalb betrachte ich dein Pferd nicht isoliert nach einzelnen „Blockaden“, sondern versuche Zusammenhänge zu erkennen.

Wie steht dein Pferd?
Wie bewegt es sich?
Welche Seite fällt ihm schwerer?
Wo hält es Spannung?
Was hat sich im Alltag, Training oder Verhalten verändert?

Diese Fragen helfen, die Behandlung sinnvoll an dein Pferd anzupassen.

Nicht jede Auffälligkeit hat nur eine Ursache. Deshalb betrachte ich dein Pferd immer im Gesamtzusammenhang. 

 Reitergefühl, Training und Bewegung gehören für mich dazu 

Gerade bei Pferden spielt nicht nur der Körper des Pferdes eine Rolle, sondern auch das, was du als Besitzer oder Reiter fühlst.

Manchmal ist es dieses Gefühl, dass eine Seite schwerer ist, dass das Pferd nicht mehr richtig über den Rücken kommt, sich anders anlehnt, nicht mehr sauber durchspringt oder im Training plötzlich Dinge schwerfallen, die vorher selbstverständlich waren.

Durch meine eigene langjährige Erfahrung im Reitsport und den Erwerb des DRA III kenne ich auch die reiterliche Seite: Training, Turniervorbereitung, Leistungsdruck, Erwartungen an das Pferd und das Gefühl, wenn im Sattel „irgendetwas nicht passt“.

Deshalb nehme ich auch deine Beobachtungen aus dem Sattel ernst und beziehe sie in meine Einschätzung mit ein.

 Wie läuft ein Termin ab? 

Am Anfang steht ein Gespräch. Ich möchte wissen, was dir aufgefallen ist, seit wann die Veränderung besteht, wie dein Pferd gehalten und gearbeitet wird und ob es bekannte Diagnosen, Befunde, Verletzungen oder Vorbehandlungen gibt.

Danach folgt eine ausführliche Befundung inklusive Ganganalyse. Das Pferd wird abgetastet, Muskeln und Gelenke auf Bewegungseinschränkungen getestet und das Pferd im Schritt (sowie ggf. im Trab) vorgeführt. 


Die Behandlung startet mit einer sanften Massage/Faszienbehandlung - Dein Pferd beginnt sich zu entspannen.


Während der Massage lösen sich Verspannungen und leichte Blockaden. Viele Pferde äußern ihr Wohlbefinden durch kauen, lecken, schnauben oder gähnen.


Nach der Lockerung der Muskulatur mobilisiere ich Gelenke und löse mit gezielten Griffen die noch vorhandenen Blockaden.

Im Anschluss kann eine Dry Needling Behandlung folgen, bei der weitere Verspannungen gelöst werden. 

Zwischenzeitlich schaue ich mir dein Pferd mehrmals in der Bewegung an und es darf seine veränderte Beweglichkeit selbst erfühlen. 


Nach der Behandlung bespreche ich mit dir den weiteren Therapie- und Trainingsplan. 

Auf Wunsch schaue ich mir auch gern eure Ausrüstung (Sattel, Trense, ...) auf Passgenauigkeit an. Außerdem stehe ich auch gerne für Absprachen mit deinem Tierarzt, Sattler oder Hufschmied zur Verfügung.

 Nach der Behandlung 

Nach einer Behandlung darf dein Pferd verarbeiten. Manche Pferde wirken müde, andere bewegen sich freier oder zeigen erst am nächsten Tag eine Veränderung.

In vielen Fällen ist nach der Behandlung eine ruhige Bewegung im Schritt sinnvoll. So kann dein Pferd den neuen Bewegungsablauf bewusster wahrnehmen und verinnerlichen.

Je nach Befund kann es außerdem sinnvoll sein, unkontrollierte Bewegung, wildes Toben oder direktes Zurückstellen auf die Koppel zunächst zu vermeiden, damit dein Pferd sich nicht vertritt oder sofort wieder in alte Bewegungsmuster fällt.

Was nach dem Termin konkret sinnvoll ist, hängt immer vom Pferd, dem Befund und der Behandlung ab. Deshalb bekommst du von mir eine individuelle Empfehlung, wie du dein Pferd in den nächsten Tagen bewegen oder schonen solltest.

Mir ist wichtig, dass du nach dem Termin nicht mit Fragezeichen dastehst, sondern einschätzen kannst, worauf du achten solltest.

 Vorbereitung auf den Termin 

Am besten wird dein Pferd vor dem Termin nicht vorher gearbeitet oder aufgewärmt.

Gerade bei Bewegungseinschränkungen, Arthroseverdacht, Taktunreinheiten oder unklaren Auffälligkeiten ist es für mich wichtig, den ersten unverfälschten Eindruck zu sehen – also wie dein Pferd sich bewegt, bevor es durch längere Bewegung bereits „eingelaufen“ ist.

Ideal ist es daher, wenn dein Pferd direkt von der Koppel, aus der Box oder aus dem Offenstall zur Behandlung kommt. Natürlich sollte es dabei sicher händelbar und sauber genug für die Behandlung sein.

 Auch schwierige Pferde sind nicht pauschal ausgeschlossen 

Nicht jedes Pferd lässt sofort alles zu – und das ist in Ordnung.

Ich betreue immer wieder Pferde, die frühere Therapeuten nicht an sich herangelassen haben, treten wollten, gebissen haben oder bei Berührung sehr deutlich reagierten. Häufig zeigt sich, dass mit ausreichend Ruhe, Geduld und einem schrittweisen Vorgehen dennoch eine Behandlung möglich ist.

Wichtig ist dabei: Sicherheit geht immer vor. Ich schaue individuell, was dein Pferd zulässt, welche Bereiche möglich sind und wo Grenzen respektiert werden müssen.

Nicht jedes Pferd kann beim ersten Termin vollständig behandelt werden. Manchmal ist es sinnvoller, Vertrauen aufzubauen und in kleinen Schritten zu arbeiten, statt eine Behandlung um jeden Preis durchzusetzen.

Mir ist wichtig, Abwehrverhalten nicht vorschnell als „böse“ oder „unkooperativ“ zu bewerten. Häufig hat es eine Ursache – zum Beispiel Schmerz, Unsicherheit, schlechte Erfahrungen oder Überforderung.